Achtung Auto! Mit Speed über den Schulhof
Mit 50 km/h über den Schulhof rasen und anschließend eine Vollbremsung erleben – das passiert nicht jeden Tag. Unsere sechsten Klassen durften am 6. und 7. Oktober am ADAC‑Programm „Achtung Auto“ teilnehmen und Verkehrssicherheit einmal ganz unmittelbar erfahren. Zu Beginn machten die Schüler ein Selbstexperiment: Wie schnell kommen wir eigentlich zum Stehen, wenn wir so schnell rennen, wie wir können? Sie liefen in verschiedenen Geschwindigkeiten los und versuchten, an einer markierten Stelle abrupt zu stoppen. Dabei wurde schnell deutlich, dass man nie sofort stehen bleibt und dass der Anhalteweg mit steigender Geschwindigkeit deutlich länger wird.
Anschließend ging es um echte Verkehrssituationen. Die Schüler sollten schätzen, wann ein Auto mit 30 km/h zum Stehen kommt und wie lang der Anhalteweg bei 50 km/h ist. Die Demonstration mit einem echten Auto des ADAC war beeindruckend und zeigte, dass viele mit ihrer Einschätzung weit daneben lagen. Die Formel dahinter ist einfach: Reaktionsweg plus Bremsweg ergibt den gesamten Anhalteweg. Ein spontaner Sprint über die Straße kann also schnell gefährlich werden. Besonders eindrucksvoll war die Vollbremsung, die die Schüler selbst im Fahrzeug erleben durften. Das kräftige Durchrütteln machte spürbar, welche Kräfte bei einem abrupten Stopp wirken und wie wichtig die richtige Sicherung im Auto ist.

Im zweiten Teil des Projekts ging es um die Rolle der Schüler als Fahrradfahrer im Straßenverkehr. Gemeinsam schauten wir uns an, wie ein Fahrradhelm richtig sitzt und welche Ausstattung ein verkehrssicheres Fahrrad benötigt. Gut vorbereitet ging es anschließend auf den Parcours mit verschiedenen Hindernissen. Mit einer Hand im Kreis fahren und eine Kette führen war gar nicht so einfach und brachte einige ins Wanken. Doch Übung macht den Meister und mit jeder Runde wurden die Schüler sicherer und geschickter.
Das Projekt war für alle Beteiligten sehr erfahrungsreich. Unsere sechsten Klassen haben viel gelernt, viel ausprobiert und vor allem verstanden, wie wichtig Achtsamkeit im Straßenverkehr ist – ob zu Fuß, auf dem Fahrrad oder im Auto.