Projekteinblicke

Intro

Projekte in der Schule sind wie das Salz in der Suppe. Von der gemeinsamen Gestaltung des Schulhofs und dem Anlegen von Hochbeeten bis zum anspruchsvollen Stop-Motion-Film: Der Begriff „Projekt“ wird an unserer Schule sehr facettenreich erlebbar gemacht. Für uns ist wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler neue Erfahrungen machen und sich so weit wie möglich mit ihren Stärken und Interessen einbringen können. Dabei sollen sie vor neue Herausforderungen gestellt werden und in klassenübergreifenden Teams miteinander arbeiten, um fächerübergreifende Ziele zu erreichen und sich auf auf das spätere Berufsleben vorzubereiten. Der Spaß darf dabei natürlich nicht zu kurz kommen!

Grundgedanken

Wir an der 64. Oberschule „Hans Grundig“ entwerfen und gestalten unsere Projekte anhand von drei Schwerpunkten: Unsere Bildungsziele, unsere Interessen und die Umsetzbarkeit. Außerdem nutzen wir Projekttage auch als Mittel zur Intervention und Prävention.

Nachhaltigkeit

Gemäß unsere Leitbildes und unseres Schulslogans konzipieren wir unsere Projekte nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit. So sollen die Schülerinnen und Schüler anhand von praktischen Tätigkeiten ihre Fähigkeiten ausbauen und für das Leben lernen. Damit möchten wir die Schülerinnen und Schüler ermutigen, sich mit Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens, mit Politik, Wirtschaft, Umwelt und Kultur auseinanderzusetzen, sie zu zukunftsfähigem Denken animieren und ihre Bereitschaft zu sozialem und nachhaltigem Handeln wecken. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, bearbeiten wir ökologische, soziale und ökonomische Fragestellungen kindgerecht auf lokaler und globaler Ebene. Bei den Zielstellungen orientieren wir uns dabei an den Eckwerten zur Bildung für nachhaltige Entwicklung des Freistaates Sachsen.

 

Einblicke

Im Folgenden werden einige unserer Projekte kurz und knapp vorgestellt:

„Rotkäppchen – Puppenwerkstatt und -theater für den Kindergarten“

Die Schülerinnen und Schüler der beiden Vorbereitungsklassen haben eigene Puppen genäht und gebastelt, einen Schaukasten gebaut und als sprachliche Herausforderung das Märchen „Rotkäppchen“ eingeübt und wollen damit im Kindergarten auftreten und die Puppen dort verschenken.

   

„Der Wald vor lauter Bäumen – eine Reise zu den Wurzeln der Nachhaltigkeit“

Das Projekt verfolgte das Ziel, den Schülerinnen und Schülern die Wurzeln der Nachhaltigkeit näherzubringen. Durch Exkursionen an die Geburtsstätte des Vaters der Nachhaltigkeit Carl von Carlowitz und in den lokalen Wald lernten die Teilnehmer ihren Nahraum besser kennen und es sollte die Einsicht in die Notwendigkeit des Prinzips der Nachhaltigkeit angebahnt werden.

„Olympia“

Die Schülerinnen und Schüler lernten die antike Olympiade mit ihren Wettkämpfen kennen und wurden selbst sportlich aktiv. Bei der Auseinandersetzung mit der Olympiade der Neuzeit diskutierten die Projektteilnehmer das Prinzip Nachhaltigkeit am Beispiel der Winterolympiade 2022 in China. Um den Bezug zur eigenen Heimat herzustellen, erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler eine eigene Meinung, ob Sachsen in Verbindung mit Nachbargebieten ein geeigneter Austragungsort für eine Winterolympiade wäre. Im Rahmen des Projektes wurde auch eine Exkursion an die Bobbahn Altenberg durchgeführt.

„STOP-Motion by nature“

In kleinen Projektgruppen erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung des Begriffs „Nachhaltigkeit“ und entscheiden sich anhand ihrer eigenen Interessen, welches spezielle Thema von Nachhaltigkeit sie bearbeiten wollen. Jede Gruppe schreibt dann ein Drehbuch für ihren eigenen STOP-Motion-Film. Stop-Motion ist eine Filmtechnik, bei der eine Illusion von Bewegung erzeugt wird, indem einzelne Bilder (Frames) von unbewegten Motiven aufgenommen und anschließend aneinandergereiht werden. Sie kommt bei Trickfilmen, aber auch als Spezialeffekt bei Realfilmen zum Einsatz. Die Schülerinnen und Schüler waren motiviert und kreativ bei der Sache. die Ergebnisse können sich sehen lassen:

 

„Upcycling“

Unter dem Begriff konnten wir uns zunächst nichts vorstellen. Im Laufe der Woche klärte sich aber auf, dass damit die Wiederverwendung von Materialien gemeint ist, die anderenfalls im Müll gelandet wären. Das waren in unserem Fall Zeitungspapier und aussortierte Kleidungsstücke. Wir haben gelernt, dass man Zeitungspapier als Flechtmaterial für ziemlich stabile Körbe verwenden kann und das man aus Altkleidern noch nützliche Dinge machen kann. Wir haben sogar gelernt, wie man einen Reißverschluss einnäht und haben kleine Federmäppchen hergestellt. Wir haben uns aber auch mit dem ökologischen Aspekt der Herstellung von Jeans beschäftigt und waren ziemlich entsetzt, wie viel Wasser für die Herstellung einer Hose verbraucht wird und welche Wege zurückgelegt werden, bis die Jeans im Laden ankommt. Die Bedingungen unter denen Arbeiter die Kleidung in Asien nähen haben uns ganz schön schockiert, auch wie wenig diese Menschen verdienen. (Verfasser: Projektteilnehmer 9b)

„Holz macht Schule“

Bäume fällen…Schnitzen…Bäume pflanzen. Robust ging es zu im Waldprojekt in Zusammenarbeit mit dem Sachsenforst. An zwei vollen Tagen wurde in der Dresdner Heide geschuftet. Die Schülerinnen und Schüler haben im Forstrevier Dresden-Bühlau 650 Vogelkirschen gepflanzt. Auf dem Waldstück standen früher Fichten. Diese waren dem Borkenkäfer und der Trockenheit zum Opfer gefallen. Beim Pflanzen hat die Projektgruppe nicht nur geschädigte Fichten gesehen, sondern aktiv erlebt, wie der Wald umgebaut und den veränderten klimatischen Bedingungen angepasst wird. Angeleitet wurde die Gruppe durch den Revierförster und zwei Forstarbeiter. Nach Beendigung der Pflanzaktion hat es geregnet – gute Bedingungen für die jungen Bäumchen. Zum Abschluss des Projektes wurden aus selbst gesammelten Naturmaterialien Flöten geschnitzt.

„Our Earth – Songwriting“

Nach vier Tagen konzentrierter Arbeit in der Schule entstanden in der Projektgruppe „Songwriting“ tolle, selbst geschriebene Songs. Alle Teilnehmer waren sehr kreativ und haben viel ausprobiert, bis alles fertig war, gefiel und passte. Am Freitag stand als Highlight des Projekts die Aufnahme der eigenen Songs im Tonstudio an. Die Aufregung war sehr groß und anfangs deutlich zu hören. Nach mehreren Versuchen kamen aber alle mit dem ungewohnten Umfeld zurecht. Heraus gekommen sind sechs individuelle, einzigartige Titel und jeder kann sehr stolz auf sich und seine Musik sein. Hört einfach selbst rein:

 

„Nachhaltig von der Natur-für die Natur“

„Summ, Summ, Summ, Bienchen, summ herum“, heißt es in einem sehr bekannten Kinderlied. Damit diese Klänge gerade im städtischen Raum nicht verstummen, machten es sich die Schülerinnen und Schüler unseres Projektes zur Aufgabe, Bienen, Hummeln und anderen Nützlingen etwas Gutes zu tun. Für viele Insekten wird es immer schwerer, geeignete Plätze zum Nisten zu finden. Darum lag es nahe, an der bereits vorhandenen Insektenwiese ein Insektenhotel zu bauen.
Während des Baus konnten sich die Schülerinnen und Schüler an handwerklichen Tätigkeiten wie Sägen, Schrauben, Schleifen und Bohren erproben. Einen Großteil des Füllmaterials bezogen wir im Sinne der Nachhaltigkeit aus der Natur. Andere Hotelbstandteile erhielten wir von ebenfalls nachhaltig denkenden Menschen, die nicht mehr benötigte Sachen verschenkten oder tauschten.

 

 

„Plastik aus Pflanzen – Was sind eigentlich Biokunststoffe?“

Zuerst wurden wichtige Begriffe rund um Nachhaltigkeit und Bioökonomie geklärt. Das war die Grundlage für den Betriebsbesuch bei der Firma NESTLER. Hier erlebte die Projektgruppe, wie Stoffströme miteinander verbunden sind und was man unter Recycling versteht. Danach ging es in die Innenstadt, wo wir Läden besuchten, die nachhaltig arbeiten und sprachen vor Ort mit den Mitarbeitern. An einem anderen Tag besuchten die Schülerinnen und Schüler den Botanischen Garten und stellten eigenes Bioplastik her. Schon verrückt, was der Mensch der Umwelt mit herkömmlicher Plastik antut. Da ist es umso wichtiger, neue Ideen zu entwickeln. An Tag 4 wurden diese Produktideen dann optimiert und Werbeclips dazu erstellt. Kennt jemand schon das Kondom aus Löwenzahn? 😉 Zum Abschluss wurde noch ein digitales Quiz erstellt, dessen Fragen sich die Schulleitung im Team mit Bravour gestellt hat. Das war ein Spaß!

 

 

„Hey, Mr. DJ“

Was macht ein Crossfader, was bedeutet scratchen oder pitchen? Diesen spannenden Fragen sind die Schülerinnen und Schüler im DJ- Project auf die Spur gekommen – nämlich auf die Tonspur. Mit der Unterstützung von DJ Johannes durften sich alle mit dem Entwickeln von tanzbaren HipHop-Sounds beschäftigen und ausprobieren, was da so alles geht. Hoch konzentriert waren die Kids bei der Sache und sorgten zur Präsentation dafür, dass es der versammelten Schulgemeinschaft kaum möglich war still stehen zu bleiben. Ein voller Erfolg, der mit tosendem Applaus honoriert wurde.

„Grafitti“

Erlaubt, geschützt durch entsprechende Kleidung und unter Anleitung von einem erfahrenen Grafitti-Künstler verewigten sich unsere Schülerinnen und Schüler auf einer Wand der Turnhalle mit unserem Schulslogan „Miteinander! Füreinander.“ Bevor es ans Sprayen ging, durften die Nachwuchskünstler eigene Ideen entwickeln und mit Skizzen einen Plan erstellen, was sie gestalten wollen. Dann durften sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Gut gemacht!

Projektvideo

Mit freundlicher Unterstützung ist ein Video mit einem Zusammenschnitt verschiedener weiterer Projekte entstanden:

 

Wir freuen uns schon jetzt auf viele weitere spannende Projekte an unserer Schule!